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Archive for September 2012

vergessene

Ein schöner Abend. Verbracht mit den Liebsten. Man erwartet nichts besonderes, scheint allem gewachsen. Man lebt, Routine, nichts weicht in großem Maße ab. Und dann betritt ein Mensch das Leben. Er galt als vergessen, untergegangen. Man kommt ins Gespräch, erinnert sich.

Vergangenes, abgeschlossen hatte man damit vor langer Zeit. Er schildert die Situation, wirkt anders als damals. Verwirrt, einsam, klein, gebrochen. Seine Worte zaubern einen Palast, ein Schloss vergangener Schönheit, zerstört von Mächten, denen man entronnen zu sein glaubt. Man durchdenkt die Möglichkeit, dass die Person vielleicht wieder einmal an den Eingang des Palastes treten wird, den Schlüssel im Schloss dreht und die Gemächer erneut betritt.

Doch im selben Moment wird klar, derjenige ist tatsächlich untergegangen. Verfolgt von Paranoia, die man selber auf ewig zu verdrängen gehofft hat. Für einen kurzen Augenblick fängt einen die Vergangenheit. Und mit dem Augenblick, in dem dieser Mensch das Leben wieder verlässt, erscheint alles nurnoch wie ein merkwürdiger Traum.

Einzig der letzte Blick aus dem Fenster des Busses in die dunkle Nacht, das Blitzen in den Augen des Gegenübers zeugen von der Realität dieser Begenung. Sehr unwahrscheinlich zu vergessen.

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